Goldwaschen in Spanien 2012
Die "Brücke"
  Am 3. Tag musste ich alleine los. Jeden Abend hatten wir beim Bier über Gold und erfolgversprechende Gebiete gesprochen und Guido hatte mich gebeten, den Unterlauf zweier goldführender Flüsse anzusehen. Trotz Google und Navi entdeckte ich nur wenig vielversprechende Kiesbänke. Das abgelagerte Material war zu hell und zu fein. Also begab ich mich wieder an den "alten" Platz und bearbeitete den Baumstumpf. Wieder zeigte sich schon nach den ersten Eimern ein großer Flitter in der Schleuse, was mich weiter anspornte. Das Ergebnis am Abend konnte sich sehen lassen: Wieder ungefähr die selbe Ausbeute mit einigen großen, körnigen Flittern. Am letzten Tag hatten wir nur wenig Zeit und wir wollten sozusagen am Oberlauf des bisherigen Flusses an zwei stark gewundenen Flußschlingen unser Glück versuchen. Die Fahrt hinunter zur Schlucht durch Olivenhaine mit allerlei blühenden Blumen wars alleine schon wert.
Guido nahm sich die Stelle hinter einem großen Felsen vor und ich versuchte mein Glück hier und dort.
Vielversprechende Stellen gab es mehr als genug: Mehrer Flusskurveninnnenseiten, sogar in der Nähe einer Prallwand, aber ohne Ergebnis. Auch eine seitlich abgetragene Kiesbank, in unterschiedlicher Tiefe prospektiert brachte kein Ergebnis. Dann der Jackpot -normalerweise: Eine schmale Gesteinsspalte, mitten im Flußlauf, leicht nach unten abfallend und entgegengesetzt zur Fließrichtung. Das Deckgestein ließ sich leicht lösen und das darunterliegende Material wurde ausgewaschen. Ich fand nur Schrotkugeln. Später testete ich Guidos improvisierte Pumpe, welche er aus einer Abflusspumpe konstruiert hatte an Spalten im Bedrock. Diese funktionierte tadellos, aber das Ergebniss waren nur Massen von Schrotkugeln, wie ich es selbst in Frankreich nicht erlebt habe. Selbst das Auswaschen von Wurzeln erbrachte nur wenige Flitter. Für einen gefundenen Flitter fand ich ca. 70 Schrotkugeln in der Pfanne. Ich war etwas frustriert und beschloß lieber noch ein paar Bilder der einzigartigen Landschaft zu machen. Guido hatte mehr Glück und hatte in jeder Pfanne 1-2 Flitter.
Dann hieß es langsam Abschied nehmen. Am Abend bei ein paar Bierchen zog ich nochmal ein Resumee: Grandiose Landschaft, schöne Ausbeute und eine überragende Gastfreundschaft machten diesen Besuch in Spanien zu einem unvergesslichen Ergebnis!
Ich bitte um Verständniss, dass ich auf Wunsch meines Gastgebers keine Orts- oder Flussnamen preisgebe.
Bilder: Schrotkugeln ohne Ende und Guidos selbstgebaute Wunderpumpe
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Eine Woche nach meiner Abreise hatte Guido Zeit den Wirbeltopf engültig zu leeren.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen !
Zum Video hier klicken


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