Goldwaschen in Frankreich am Gardon und Ceze`
Vorwärts >>
Bilder: "Schatzinsel"
Ninos Pfanne, erster Tag Schatzinsel

Wer würde ihm den Claim streitig machen wollen?
Indem ich ganz einfach die blaue Rinne in den Schleusenkasten der Eigenbauschleuse mit Lochblech klemme. So wird die Plastikrinne nicht von grobem Material beschädigt und ich spare mir das Vorsieben. Eine genial einfache Idee die mir schon vor Wochen einfallen hätte können. Auf der Kiesbank fiel mir eine Stelle auf an der unglaublich viel Eisenschrott zu finden war.Eine Stelle also, an der sich schweres Material und somit auch Gold fängt. Nach 45 Min machte ich mich zum Auto auf, um Getränke zu holen. Ich warf einen Blick auf die Rinne um zu sehen, ob sich das schwere Material schön absetzt, da erhielt ich einen kleinen Schock: Die Rinne war blitzblank leer! Was war passiert? Der Fehler war schnell gefunden: Die Rinne war verkehrt herum im Schleusenkasten eingebaut und so wirkten die Riffel nicht. Was für ein dummer Fehler! Anschließend arbeitete ich noch 1 1/2 Stunden an der Stelle und wollte die Schleuse nun leeren. Und wieder war etwas schiefgegangen! Das Lochblech hatte sich durch das viele Material nach unten gedrückt und so auf die leichte Plastikrinne eingewirkt, daß diese sich verwindete. Dadurch verlor ich ca. 2/3 des Schleusenkonzentrats. Mit einem kleinen Zweig klemmte ich die Rinne so fest das diese nicht aufschwimmen konnte und der Druck des lochblechs nicht mehr auf die Rinne einwirkt. Ein Goldwäscher muss sich eben zu helfen wissen. Oft genug ist man fernab auf Hilfe angewiesen, dann muss man eben improvisieren. Nun arbeitete die Rinne perfekt: Selbst große Steine rollten über das Lochblech ab und das Konzentrat fieng sich in jeder kleinen Rille der Rinne. Nur war die anschließende Ausbeute recht mager. Ich möchte nicht wissen wieviel Gold ich an dieser vermutlich stark goldhaltigen Schicht in den ersten Stunden verloren hatte. : (

 Zu allem Ärger hatte ich mir noch beim Schaufeln das Armband der Uhr abgerissen. Der Tag war für mich gelaufen!
Ganz gelaufen war der Tag noch nicht, aber das konnte ich ja nicht wissen. Auf unserem Campingplatz fande nämlich die Europameisterschaft im Goldwaschen statt. Gerne hätte ich da mitgemacht, aber die Meisterschaft ging über drei Tage und wir hatten ja auch unsere Pläne. Schade fanden wir, daß die Teams per Zufall bestimmt wurden. Wir hätten uns sicher eher entschlosen mitzumachen wenn wir als Team starten hätten können.Unter anderem sah der Wettbewerb so aus: Kiesaushub wurde in der Nähe des Campingplatzes in den Gardon geschüttet und jeder Teilnehmer musste in 2 Stunden so viel Gold finden wie möglich. Das ist sehr realistisch, denn dazu braucht man Geschick, die richtige Technik beim Waschen, Ausdauer und natürlich auch ein bischen Glück. An den nächsten beiden Tagen wurden dann die Teilnehmer mit Bussen an andere Flußabschnitte gefahren. Der Schwiegersohn des Campingplatzbesitzers erzählte mir später, er hätte am ersten Tag 0,3g in einer Stunde gewaschen.
Also, Nino hatte ein paar Proben von diesem Kiesaushub genommen und war ganz begeistert. Also machten wir uns nochmals auf den Weg um noch ein paar schöne Flitter zu finden. Und tatsächlich! Jeder hatte schon in den ersten Pfannen Flitter von 3-5mm. So wuschen wir dann noch fast bis zur Dunkelhei
Harry nannte diese Stlle ab da nur noch "Die Schatzinsel" : )
<< Zurück

Goldwaschen-am-Rhein.de

rheindigger_neu001012.jpg
Archiv