Goldwaschen in Kolumbien
Ein Bericht von Markus Soja
Bereits nach einigen Gehminuten konnten wir die dort vorhandene erste Mine in Augenschein nehmen. Die Zeit schein hier wirklich stillzustehen, denn nahezu alle von uns in dieser Region vorhandenen Minen gleiche den Stollen im Ruhrgebiet, als dort vor etwa 300 Jahren mit der Kohleförderung b egonnen wurde. Der hier vorhandene Schacht hatte eine Tiefe von etwa 20 Meter. Die Absicherung gegen die vorhandene Einsturzgefahr erfolgte mit Bambusspreitzen. Ein Minenarbeiter wurde mit der Seilwinde in den Schacht herunter gelassen. Er hatte dafür zu sorgen, dass das Material im Schacht gelockert, in die dafür vorgesehenen Behältnisse abgefüllt und nach oben befördert wird. Ebenfalls musste er ständig darauf achten, dass das ständig nachlaufende Grundwasser aus dem Schacht abgepumpt wurde. Sodann wurde das Material aus dem Schacht mit der Seilwinde nach oben befördert und auf der „Rutsche“ vom ständig nachlaufenden Wasser von sämtlichen Steinen getrennt wurde und nur noch das feine Material übrig blieb. Nun kommt es darauf an: Mit Hilfe der Batea wurde das feinere Material sehr geschickt von einem weiteren Minenarbeiter herausgewaschen und schon nach wenigen Minuten konnten wir die in der „Reisschüssel“ vorhandenen ü brig gebliebenen in der Sonne glänzenden Goldnuggets bestaunen!
 
Nunmehr setzen wir unseren Weg am Fluss fort. Vor dort aus konnten wir weitere Goldwäscher beobachten, die hier ihrer Tätigkeit nachgingen. Nun erreichten wir unser heutiges Ziel: Ein größeres Minengelände, das in Flussufernähe lag. Auch hier wurden wir wieder freundlich von den einheimischen Arbeitern begrüßt. Die Suche nach dem sehr begehrten Metall erfolgte auf die gleiche Art und Weise. Die am Himmel scheinende Sonne meinte es wirklich gut mit uns an diesem Tag. Darum bin ich sehr froh gewesen, dass ich zur „Einarbeitung“ an meinem ersten Tag in der Mine am kühlen Nass an der „Holzrutsche“ erst einmal das Gestein des geförderten Materials von dem goldhaltigen feinen Material trennen durfte. Den geschulten Augen meines hier arbeitenden Bekannten entging selbstverständlich nicht, dass sich bereits nach wenigen Minuten die ersten Nuggets zeigten ! Ein wunderbares Gefühl weiter zu machen. Nun wurde ich von meinen Bekannten im Umgang mit der Batea eingewiesen. Zum Glück habe ich mir zuvor noch eine kleinere Batea besorgen können, denn mit den bestimmt doppelt so großen „Reisschüsseln“ der einheimischen Profis hätte ich in meinen ersten „Lehrstunden“ sicherlich nicht mithalten können. Dennoch bin ich als „Lehrling“ sehr stolz gewesen, dass ich schon bald den Umgang mit der Batea beherrschte und sich in dem feinen Sand einige im Sonnenlicht blinkende Goldnuggets vorfanden. Auch in der Batea meines Bekannten blitzte es und wir konnten einige kleinere größere und kleinere Nuggets in Augenschein nehmen.Trotz der dortigen Tätigkeit in der Mine und der vorhandenen Hitze konnten wir immer wieder Momente der Entspannung finden, um die Aussicht auf das ringsherum gelegene sehr schöne Bergpanorama genießen. Es war ebenfalls ein Geschenk des Himmels, dass wir immer wieder zahlreiche größere und kleinere Schmetterlinge in sehr bunten Farben bewundern konnten, die an uns vorbei „flatterten“ und sich zum Teil zu uns gesellten für einigegenussvolle Eindrücke, die man mit Sicherheit im Leben nie vergessen wird!
Eine wirklich gern gesehen Abwechslung im Einklang mit der Natur! Der heutige Tag war ein wirklich sehr glücklicher Tag für uns, denn das am Vortag gefundene Hufeisen hatte uns in der Tat einige
Gramm an schönen und gut strukturierten Goldnuggets eingebracht. Auch versprach der auf dem Rückweg in den Bergen sichtbare Regenbogen einen erfolgversprechenden nächsten Tag.

Ein weiterer Tag im Departememte Caldas
 
Heute realisierten wir unsere Planungen, und fuhren von unserer Ortschaft aus mit dem Chiva-Bus zu den Minen nach Marmato. Alleine schon der Weg über die zum Teil sehr holprige Straße quer durch die Berge mit sehr impo santen Landschaften sowie der hiesigen Tier- und Pflanzenwelt war sehr beeindruckend! Bereits auf dem Weg konnten wir aus den Bergen die zerklüftete Landschaft der Minen des Ortes Marmato sehen. Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt war es dann soweit: Wir erreichten die Ortschaft Marmato und beobachteten hier zunächst das sehr rege Treiben.
 

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