Goldwaschen am Gardon, Episode III
Man darf jetzt nicht zu viel erwarten, denn es war ja kein reiner Goldwaschurlaub, sondern ein Familienurlaub mit einigen Goldwascheinlagen. die Goldwaschtouren waren meist auf 3 Stunden begrenzt und drei Touren machte ich.
diesmal war ich etwa 200m unterhalb der Stelle vom letztem Jahr. Dort war eine ideale Stelle um die Rinne zu legen. Leider stellte ich fest, war diese schon ausgiebig bearbeitet worden. Nichtsdestotrotz wagte ich einen Versuch! Die Rinne lag straff im Wasser, das der Kies nur so übers Lochblech rasselte..Nach 10 Minuten ein kurzer Kontrollblick und ein Schreck: Kein Konzentrat in den Riffeln?! In meiner anfänglichen Euphorie habe ich tatsächlich die Rinne falsch herum plaziert. Goldfieber macht eben doch etwas Ballaballa...
Nach ca 1 Stunde das Ergebnis: viel weniger als erhofft.
Ich wollte mein Glück dann an einer anderen noch festzulegenden Stelle versuchen und wußte nicht dass mir der spannendste Moment am Gardon unmittelbar bevorstand!
Wer den Gardon kennt, kennt auch den falschen Bedrock: Platten oder auch Schichten aus verfestigtem Lehm. Auf einer solchem großen Platte war ich gerade unterwegs. Diese war durchgehend, ohne Brüche oder Spalten. Die Oberfläche war ohne jede Kiesablagerung und relativ eben. An einer Stelle mittig war eine handbreithohe Kante, die aber im Winkel von ca 45° zur Fließrichtung abbog. Und davor lagen weniger als eine Handvoll kleine Kiesel. Keine Chanche hier etwas zu finden, da kein Kies liegenblieb und das Gold wenn schon dann an der Kante in den Fluss geleitet wird. Trotzdem machte ich einen Versuch vielleicht ein Flitterchen aus einer winzigen Vertiefung zu finden. Einmal die Schaufel flach und aller Kies war weg. Kein Krümelchen Gold. Nur so stellte ich die Schaufel auf die Spitze und macht einen Versuch. Zu meiner großen Verblüffung sank die Schaufel bis zum Blatt ein!!! Nicht erkennbar war darunter eine Spalte verborgen die sich nun öffnete. Ich war vermutlich der erste der diese Spalte endeckte! Ich war total aufgeregt, noch dazu weil die Spalte immer größer und tiefer wurde!
Noch waren es nur ca 2 kleine Flitter pro Pfanne, aber die Nuggets am Boden der Spalte waren nur noch eine Frage der Zeit. Plötzlich sah ich etwas golden funkeln! Ein großer Flitter tief unten lag auf dem Kies. Ich versuchte ihn zu greifen, aber ich war schon zu tief. Sollte ich ans Auto laufen und die Taucherbrille holen? Ach, was! Ich kann auch so tauchen!
Luft angehalten, doch weniger gesehen als erwartet und der Flitter war nicht mehr zu sehen. Mit der Schaufel konnte ich ihn auch nicht mehr bergen. Mist !
Schlussendlich war die Spalte ca 60-70cm tief und ca 1m lang. Leider waren die erhofften Funde nicht dabei. Vielleicht lag es daran dass die Spalte nicht quer sondern paralell zur fließrichtung lag? Wie auch immer, es war der aufregendste Moment der ganzen Goldsuche diesmal.

Goldwaschen-am-Rhein.de

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mit Rheindiggers Goldwaschkurs
An anderer Stelle fand ich dann ein abbauwürdiges Vorkommen mit dem ich mich bei Tour 2 + 3 beschäftigte.
Das Bild zeigt das Tagesergebnis der 2 Etappe.